"Damit Menschen nicht an ihre grenzen stossen"

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Anonymes einstündiges Gespräch mit einer Eizellspenderin

am 17.4.2011 mit Christine Büchl, Dr. Annemarie Schweizer-Arau, Mitarbeiterin eines IVF-Zentrums, und einer Eizellspenderin

„Ich habe zum ersten Mal im Radio von der Möglichkeit gehört, Eizellen zu spenden und jemandem damit zu helfen. Für mich war sofort klar, dass ich das machen werde. Wir haben selbst in der weiteren Familie Paare, die keine Kinder bekommen haben, und ich weiß, was das bedeutet. Meine Mutter fand die Idee mit der Eizellspende auch sofort gut, mein Vater war zuerst skeptisch, ob ich danach auch noch eigene Kinder bekommen kann.
Ich bin im Moment in der 3. Stimulation und vertrage die Medikamente ganz gut. Nach der ersten Punktion hatte ich ein paar Tage Bauchweh, aber das ging dann auch vorüber. Jetzt bekomme ich eine andere Auslösespritze und habe kaum mehr Beschwerden (siehe Ablauf / so funktioniert es).
Manchmal würde es mich schon interessieren, ob aus meinen Spenden Kinder entstanden sind. Aber ich habe da keine Möglichkeit, an Informationen heranzukommen.
Ich habe auch schon neun Monate oder später nach meinen Eizellspenden in Kinderwägen auf der Straße geschaut und mich gefragt, ob das nicht das Kind sein kann.
Meinen Freundinnen habe ich auch von der Eizellspende erzählt. Ich habe sie gefragt, ob sie nicht auch Spenderin werden wollen. Anfangs waren sie ganz angetan, aber als sie dann gehört haben, dass man sich dabei täglich spritzen muss, haben sie abgewunken. So bin ich also die Einzige.
Ich glaube, wenn ich einen Freund habe und in einer festen Beziehung lebe, höre ich mit dem Ganzen auf.“