"Das europäische IVF-Zentrums meines Vertrauens"

Die Qual der Wahl

Mittlerweile gibt es in Europa ein großes Angebot von IVF-Zentren, die Eizellspende durchführen. Sie sprießen aus dem Boden, da in der heutigen Gesellschaft zum einen der Bedarf da ist und sich zum anderen mit Reproduktionsmedizin natürlich Geld verdienen lässt.
Die Zeiten von langen Wartezeiten auf eine Eizellspende gehören also mittlerweile weitgehend der Vergangenheit an – zumindest in den Ländern, in denen die Spenderin einigermaßen angemessen für ihren Aufwand honoriert wird und in denen die Spende anonym möglich ist.
In sehr kostengünstigen Zentren in Tschechien gibt es z.Z. noch zwei bis drei Monate Wartezeit auf das Erstegespräch und weitere zwei bis drei Monate auf die Behandlung.
Auch Spenderinnen gibt es mittlerweile genügend. Die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Spenderinnen und die Werbemaßnahmen der Zentren haben Erfolg (siehe: Spenderin / Wie wird sie ausgewählt?). Wirtschaftskrisen und die daraus resultierende persönliche Finanznöte taten ihr übrigens hinzu. Einige IVF-Zentren können sogar nicht mehr alle spendewilligen und geeigneten Frauen aufnehmen.
Die Zukunft in Zeiten der Vitrifikation (siehe: Ablauf / neu:Vitrifikation) sind vermutlich Eizellbanken – analog den schon existierenden Samenbanken. Ein erstes europäisches Zentrum hat bereits 2.000 Eizellen auf „Lager“ (Stand 10/2011).


 

Wie soll sich also ein Kinderwunschpaar im Dschungel der Angebote orientieren und sein Land der Wahl (siehe: Länder / Das richtige Land wählen) finden?


Der erste Entscheidungsschritt ist ein persönlicher und emotionaler, der in seiner Folge dann die Auswahl des ausländischen Zentrums entscheidend steuert:

  • Möchten wir Eizellen aus einem frisch stimulierten Zyklus?
  • Möchten wir vitrifizierte Eizellen aus einer Eizellbank?
  • Können wir uns egg-sharing vorstellen (eine nationale IVF-Patientin gibt einen Teil ihrer Eizellen ab)?

Psychologisch ungeklärt ist, welche Gedanken sich eine nicht schwanger gewordene nationale IVF-Patientin macht, die einen Teil ihrer Eizellen gespendet hat.
Auswahlkriterium kann auch sein, ob das ausländische IVF-Zentrum „organisch“ gewachsen ist oder rein zum Zwecke der Eizellspende entstanden ist. Kennzeichen hierfür sind:

  • Wie lange gibt es das IVF-Zentrum schon?
  • Wie groß ist der Anteil an eigenen nationalen Zyklen – also IVF/ICSI für die eigene Bevölkerung?
  • Wie viele Behandlungen (Zyklen) macht das Zentrum pro Jahr? Eine hohe Schwangerschaftsrate soll idealerweise mit einer größeren Anzahl von Behandlungen korrelieren. 65% Schwangerschaftsrate bei 40 Patientinnen sind etwas anderes als 65% Schwangerschaftsrate bei 300 Zyklen mit Eizellspende pro Jahr (siehe: IVF-Zentren meines Vertrauens). mehr ...