"Das europäische IVF-Zentrums meines Vertrauens"

Das richtige Land wählen

Auf´s Gefühl kommt es an

Trotz des Preisunterschiedes (siehe Länder / Kosten) in den verschiedenen Ländern kann es sinnvoll sein, auch seiner kulturellen Affinität bei der Auswahl des Landes für die geplante Eizellspende zu folgen. Welches Land ist einem sympathischer? Zu welcher Mentalität fühlt man sich mehr hingezogen?


 

„Vor allem in den ersten Lebensjahren des Kindes, das nach einer Eizellspende entstanden ist, habe ich immer wieder erlebt, dass die Eltern nach spanischen, tschechischen oder polnischen „Zügen“ in ihrem Kind gesucht haben. Breite Backenknochen aus Osteuropa, südliches Temperament, schnelles Braunwerden usw. waren Merkmale, auf die die Eltern halb im Spaß und halb im Ernst in speziellen Momenten ihr Augenmerk legten. Das genetisch „Andere“ im Kind scheint nach Geburt noch eine zeitlang präsent zu sein. Zumindest so lange, bis persönliche Charakteristiken und Eigenschaften des Kindes deutlicher ausgeprägt sind.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website aus ihrer Praxis

 

Welches Land für die Eizellspende gewählt wird, ist also nicht nur eine finanzielle und praktische Entscheidung (z.B. aufgrund der Fahrtzeit), sondern auch eine sehr emotionale. Praktisch bedeutet dies, dass es für manche Kinderwunschpaare „richtiger“ sein kann, nach Spanien statt nach Tschechien zu gehen – auch wenn in Tschechien die Behandlung inkl. Reisekosten etwas günstiger wäre. Andererseits kann es auch so sein, dass innerhalb der Herkunftsfamilien des Kinderwunschpaares böhmische Wurzeln vorhanden sind. In diesem Fall entscheiden sich viele Paare instinktiv für Tschechien, auch wenn es eine längere Autofahrt statt zwei Stunden Flug bedeutet.
Zu berücksichtigen ist zudem, dass eine Behandlung mit Eizellspende oft schnell zum Erfolg oder zur endgültigen Aufgabe des Kinderwunsches führt. Höhere Kosten fallen also vermutlich nicht gleich vier, fünf oder noch mehrere Male an.

Wichtig ist noch zu wissen, dass in Spanien überzählige kryokonservierte Embryonen oder Vorkerne nicht verworfen werden dürfen. Dies ist kongruent zur spanischen Einstellung, dass Organ-, Blut- und auch Eizellespenden etwas sehr Wertvolles sind.
Überzählige Embryonen können in Spanien gespendet oder der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Ein Verwerfen ist nur in Ausnahmefällen mit einer mehrfach überprüften psychischen und medizinischen Indikation möglich.
Nichtsdestotrotz gibt es auch viele Kinderwunschpaare, die kulturell nach allen Seiten offen sind und nach finanziell aufwendigen Kinderwunschbehandlungen mit den eigenen Zellen einzig und allein nach Preis entscheiden (müssen) – wenn sie zwei Eizellspende-Zentren gleicher Qualität in unterschiedlichen Ländern zur Auswahl haben.

Spannend ist auch noch die Tatsache, welche Nationalitäten Sie an Mitpatienten in den Wartezimmern spanischer und tschechischer IVF-Zentren treffen: In Tschechien sind dies vor allem Österreicher und Kroaten, in Spanien treffen Sie vorwiegend auf Briten, Italiener und Franzosen.