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Das Vertrauen in die Methode Eizellspende entsteht meist erst dann, wenn

 

  • die Frau auch emotional verstanden und verarbeitet hat, dass es mit ihren eigenen Eizellen „nichts mehr wird“ (ein sehr trauriger und schwerer Lernprozess).
  • es schon einen oder mehrere IVF-Misserfolge mit eigenen Eizellen gegeben hat, denn erst das führt dazu, sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen
  • Für ein eventuell geplantes Geschwisterkind ca. zwei Jahre später wäre man dann fast schon zu alt
  • Die Familienplanung kann nach der Geburt von zwei Kindern endlich abgeschlossen werden
  • das Paar das Gefühl hat, „alles getan und nichts unversucht gelassen zu haben“. Es ist sehr unterschiedlich, wie viele Versuche Paare davor machen. Einen großen Einfluss darauf hat selbstverständlich die Patientenführung des Arztes.


Die Entscheidung für Eizellspende ist also eine Bauchentscheidung, die Zeit braucht. Viele Prägungen, unbewusste Überzeugungen und Wertvorstellungen spielen dabei eine Rolle. Heraus kommt dann eine dieser drei Antworten:

  • Eizellspende ist für uns denkbar
  • Eizellspende ist für uns absolut undenkbar
  • die eigenen inneren Grenzen und Vorstellungen öffnen und verschieben sich „peu à peu“

Ein Hinweis: Entscheidungen, bei denen viele unbewusste emotionale Anteile eine Rolle spielen, müssen nicht begründet werden. Gefühle sind immer „richtig“.


Vertrauen

Bei allen Gedanken, die man sich im Vorfeld machen sollte. Bei allen Wünschen, Hoffnungen, aber auch Zweifeln, die einem durch den Kopf gehen: Manches im Leben kann man trotz bestmöglicher Vorbereitung theoretisch nicht vorweg nehmen. „Das Schicksal erfährt man erst, wenn man es erlebt“, hat es einmal eine Kinderwunschfrau genannt. So heißt es letztendlich vertrauen, dass

  1. das Kind gute gesundheitliche Dispositionen mitbekommt.
  2. auch bei weniger guten Veranlagungen viele Erkrankungen in 50 Jahren sehr gut behandelt werden können.
  3. für einen die Tatsache der Eizellspende irrelevant wird, wenn das Kind erst da ist.
  4. das Kind Talente haben wird, die Sie nicht haben.
  5. im Leben immer „die zwei Richtigen zusammenkommen“.
  6. Sie das Kind stark machen, damit seine Identitätsentwicklung gut verläuft. (siehe Neuland/ warum Offenheit wichtig ist)