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Die fünf wichtigsten Gefühle zum Zeitpunkt der Aufklärung

(Mehrfachnennungen möglich)

Aufgeklärt zwischen
4-11 Jahren
Aufgeklärt zwischen
12-18 Jahren
Aufgeklärt / Zufallsentdeckungen über 18 Jahren
Neugierig
71%
65%
81%
Verwirrt
37%
52%
50%
Geschockt
27%
58%
75%
Akzeptierend
31%
35%
33%
Erregt, bestürzt (upset)
16%
23%
29%

In der gleichen Studie wurden auch die aktuellen Gefühle – also einige Zeit nach der Aufklärung – abgefragt. Das Gefühl der Neugier war immer noch gleich hoch. Da wurden u.a. akzeptierend (46%), zufrieden (27%) und glücklich (23%) als Gefühle benannt. Ärger wurde von 10 % und Indifferenz von 24 % der Personen angegeben.


 


So klären Sie das Kind am besten auf:

 

  • Klären Sie möglichst früh auf! Bereits im Alter von 3 bis 4 Jahren versteht ein Kind, dass Sie lange auf seine Geburt gewartet haben und dass es da jemanden gibt, der dazu ein ganz wunderbares Geschenk gemacht hat. Noch wichtiger bei der sogenannten „Wickeltischaufklärung“ ist der Effekt für Sie: Sie üben, unverkrampft über das Thema zu sprechen.
  • Aufhänger sind Ihre Emotionen und Ihre Beweggründe. Je mehr ein Kind von Ihrer Sehnsucht in der Kinderwunschzeit weiß, umso mehr versteht es die besondere Art und Weise seiner Zeugung.
  • Bauen Sie von Anfang an mit ein, dass es ein Kennenlernen der Eizellspenderin sehr wahrscheinlich nicht möglich ist. Je selbstverständlicher ein Kind mit dieser Tatsache aufwächst, umso geringer ist später die Frustration.
  • Die biologischen Zusammenhänge werden altersgemäß erst nach und nach vermittelt. Die volle Dimension der Eizellspende ist erst ab ca. 12 oder 13 Jahren für ein Kind verständlich.
  • Sie sind nur eine besondere Form von Patchwork-Familie! Stellen Sie für das Kind immer wieder den Vergleich zu anderen vielfältigen Familienformen her.
  • Gehen Sie im sozialen Umfeld sehr selektiv mit der Information über diese besondere Empfängnis um. Weniger ist mehr! Sie können die langfristigen Reaktionen von Verwandten, Freunden und Bekannten nicht kontrollieren.
  • Sie sind und bleiben die Mutter! Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Kind in der Pubertät auch den Seitenhieb „Du bist ja gar nicht meine richtige Mutter“ austeilen wird. Dies kann Sie tief erschüttern hat jedoch weniger mit Ihnen zu tun als damit, dass viele Teenager verletzende Dinge sagen, um sich von der Familie zu lösen.
  • Vernetzen Sie sich rechtzeitig mit der ein oder anderen Eizellspenden-Familie. Ihr Kind kennt dann mindestens noch jemand, der auf diese Art und Weise entstanden ist.

Mittlerweile gibt es auch Bilder- und Kinderbücher für die Aufklärung nach Eizell- oder Samenspende. Siehe z.B. www.maia-asso.org und www.donor-conception-network.org