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Unterschiede
Die folgende Tabelle listet die Unterschiede - aus Sicht von Kinderwunschpaaren - auf. Aus Sicht der Kinder wäre die Tabelle eine andere.

Eizellspende Adoption Inland Adoption Ausland
Wahrschein-lichkeit
ca. 50% Baby-take-home pro Transfer Kumulativ nach 3 ETs: ca. 80%
1:15 zu vermittelnde Kinder/Bewerber
90-100% wenn auch ältere Kinder (3-5 Jahre) angenommen werden
Dauer
Chance im nächsten Zyklus
Von Ausnahmen abgesehen:
ca. 3-5 Jahre
Von Ausnahmen abgesehen:
ca. 2-3 Jahre
Mögliche Chancen
Schwanger-schaftserleben Neugeborenes Gesundheits-bewusstes Verhalten der werdenden Mutter in der Schwanger-schaft Kein Eignungs-verfahren
Häufig Neugeborene
Große soziale und medizinische Chance für das Kind
Mögliche
Schwierig-keiten
Erneutes „Versagen“ Schwanger-schafts-komplikationen
Am Ende aus Altersgründen ohne Vermittlung geblieben Manchmal Kind mit sog. unklarer Prognose Endgültige Sicherheit nicht nach 8 Wochen, sondern nach 2-3 Jahren, falls die Freigabe gerichtlich ersetzt werden muss
Kein Neugeborenes Problematisches Kind; z.B. mit schweren Bindungs-störungen, Verhaltensauf-fälligkeiten, ADS, Entwicklungsver-zögerungen
Allein erziehende Frauen und Männer
Es gibt einen leiblichen Vater / eine leibliche Mutter. Beide waren auch irgendwann mal ein Paar. Im Alltag trifft das Kind seinen getrennt lebenden Elternteil irgendwo zwischen täglich und nie.
Kuckuckskinder
Niemand außer der Mutter weiß, dass der genetische Vater des Kindes (evtl.) ein anderer Mann ist.
Es wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.
Auslandsadoption
Die genetischen Eltern des Kindes sind z.B. aus Russland, Äthiopien oder Kolumbien und waren vielleicht nur kurz ein Paar.
Im Regelfall kann das Kind die leiblichen Eltern auf Grund unzureichender Meldeverhältnisse im Herkunftsland nicht kontaktieren.
Pflegefamilie
Pflegeeltern nehmen ein fremdes Kind dauerhaft oder vorübergehend in ihre Familie auf, da noch „Platz in ihrem Herzen ist“. Die leibliche Mutter/sonstige Verwandte und die Pflegefamilie kennen sich meist durch Besuchskontakte.
Lesbische und homosexuelle Paare mit Kind
Lesben mit Kinderwunsch entscheiden sich oft, einen Bekannten als Samenspender zu fragen oder sie nehmen einen Spender mit open identity aus einer Samenbank. Manche Lesben haben auch ein Kind aus einer früheren Beziehung zu einem Mann.
Homosexuelle Männer brauchen eine Eizellspende und eine Leihmutter.
Adoptionen nach anonymer Geburt
Das Kind wurde anonym entbunden bzw. in eine Babyklappe gelegt. Es gibt keine Möglichkeit, Informationen über die leiblichen Eltern zu erhalten.
Kinder nach Samenspende
Das Paar entschied sich einvernehmlich zur Samenspende. Der soziale Vater ist nicht der genetische Vater. Pro Jahr etwa 500 – 1.000 Geburten in Deutschland.
Patchwork-Familien
Familien werden neu zusammengewürfelt, da ein Mann und eine Frau sich ineinander verliebt haben, die bereits Kinder mit anderen Partnern haben. Ein Patchwork-Elternteil ist immer nur soziales Elternteil.