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Medizinische Infos

So funktioniert Eizellspende für die Empfängerin

In einem Zyklus, in dem die Spenderin frisch stimuliert wird und keine vorher eingelagerten Eizellen verwendet werden, läuft das für die Empfängerin wie folgt ab:

  1. Synchronisation der Zyklen von Spenderin und Empfängerin (verschiedene Varianten möglich). Dazu erhält die Empfängerin exakte Anweisungen aus dem IVF-Zentrum, welches die Eizellspende durchführt.
  2. Aufbau der Gebärmutterschleimhaut mit einem Östrogenpräparat in Tablettenform.
  3. Anruf, wenn der Punktionstag der Spenderin feststeht. Ist das Sperma des Mannes vor Ort konserviert, reicht die Anreise zum Embryonentransfer. Ist kein Samen tiefgefroren, muss zumindest der Mann für seine Spende am Punktionstag vor Ort in der Fruchtbarkeitsklinik sein.
  4. Mitteilung über die Anzahl der Eizellen und die Befruchtungsrate nach IVF / ICSI am Tag 1 nach Punktion der Spenderin.
  5. Embryonentransfer zwei bis fünf Tage nach Punktion der Spenderin.
  6. Nach dem Transfer wird die 2. Zyklushälfte der Empfängerin zusätzlich mit Progesteron (Vaginaltabletten) unterstützt. Manche Zentren geben Progesteron auch als Depotspritze.
  7. Der Schwangerschaftstest findet ca. 12-14 Tage später in Deutschland statt.

     

  8. So funktioniert Eizellspende für den Mann der Empfängerin

    1. Sein Sperma wird bereits z.B. beim Erstgespräch nach Vertragsunterzeichnung tiefgefroren. Diese Form lässt zu, dass das Paar bzw. der Mann nicht schon zum Punktionstag anreisen muss. Theoretisch muss er sogar zum Embryonentransfer nicht vor Ort sein. Psychologisch ist dies zwar nicht empfehlenswert, aber manchmal lassen es die äußeren Umstände nicht anders zu.
    2. Es wird frisches Sperma verwendet. Der Mann gibt am Punktionstag seinen Samen ab. Beide Partner machen einige Tage Urlaub vor Ort, bis die Frau zwei bis fünf Tage später den Embryo per Transfer empfängt.
    3. Die absolute Notfallvariante: Das in Deutschland konservierte Sperma wird durch ein spezialisiertes Transportunternehmen unter Einhaltung der europäischen Gewerberichtlinien vor Ort gebracht. Kostenpunkt: ca. 1.000 Euro: Die Frau, bzw. das Paar reisen später lediglich zum Transfer an.