<

 

Damit es für alle Seiten stimmt, muss die Spenderin medizinisch optimal betreut werden:

 

  • Keine maximale Stimulation, sondern 8-12 Eizellen als Zielvorgabe
  • Enges Zyklusmonitoring und gegebenenfalls auch Abbruch der Behandlung, wenn eine schwere Überstimulation droht
  • Möglichst eine Stimulation mit rekombinaten Hormonen („Pen“), da diese einfacher in der Anwendung sind.
  • Auslösen mit Decapepthyl: Dies ist schonender für die Eierstöcke und da kein Embryonentransfer stattfindet, sind auch die Nachteile für die Gebärmutterschleimhaut unbedeutend
  • Punktion unter Narkose
  • Nachuntersuchung, Ausschluss von Zysten

Kinderwunschpaare, die eine Eizellspende anstreben und eine respektvolle Haltung der Spenderin gegenüber haben, sollten im ausländischen Kinderwunschzentrum gezielt diese Parameter ansprechen, um dafür Sorge zu tragen, dass dort keine Frau schlecht behandelt wird (siehe Länder/Europa).

Nicht selten denken Kinderwunschpatientinnen zuerst einmal, dass die Spenderin es „nur des Geldes wegen“ macht. Wer tut sich all die Spritzerei, die Punktion etc. schon freiwillig an? Sie vergessen dabei, dass die Spenderin unbelastet ist, weil sie selbst nie reproduktionsmedizinische Methoden durchgemacht hat und ohne das Problem der psychisch belastendenden Wartephase in die Behandlung geht. Und vor allem e wartet sie nach der Behandlung ja nicht auf den Ausgang des Schwangerschaftstests.
Psychologisch steckt manchmal hinter einer anfänglichen Skepsis der Eizellempfängerin gegenüber der Spenderin das Hadern mit dem eigenen Unvermögen, der eigenen Unfruchtbarkeit.


Dann wird überprüft, ob die Spenderin folgende Kriterien erfüllen:

 

  • Alter zwischen 18 und 35 Jahren (idealerweise unter 30)
  • Regelmäßige Zyklen und Hormonparameter im Normbereich
  • Kein oder kaum Übergewicht (dies ist oft assoziiert mit polyzystischen Ovarien / Eierstöcken – dem sog. PCO )
  • Der Antralfollikelcount bei der Ultraschalluntersuchungen verspricht eine problemlose Stimulierbarkeit
  • Psychische Stabilität (in Spanien z.B. wird dies mit einem psychologischen Test erfasst)
  • Zeitliche Verfügbarkeit
  • Zudem werden mit Blutuntersuchungen folgende Parameter überprüft:
  • Ausschluss von Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis, etc.)
  • Chromosomenuntersuchungen (Karyotypisierung) u.a. zum Ausschluss von Translokationen und eines rezessiven Mukoviszidose-Gens (CFTR auf Chromosom 7)

Zudem findet eine Familienanamnese gemacht. Dabei wird nach Krankheiten und Dispositionen innerhalb der Herkunftsfamilie der Spenderin gefragt. Die Angaben dazu können jedoch nicht verifiziert werden; die Aussagen der Spenderin müssen als verlässlich eingeschätzt werden.
Jedes IVF-Zentrum für Eizellspende legt Wert darauf, eine möglichst große Variabilität in der Spenderinnenkartei zu haben: Blutgruppe, Haar- und Augenfarbe, Größe, Hautfarbe, Körperbau etc., um für das Matching eine ausreichende Auswahl zu haben.
Da in Spanien sich viele IVF-Zentren in Küstenstädten befinden, und dort auch viele mitteleuropäische „residentes“ wohnen, stehen auch viele Spenderinnen mit hellen Haaren und hellen Augen zur Verfügung.