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Erfahrungsberichte, Meinnungen

"... Ich wollte Sie kurz darüber informieren wie es bei mir nach der negativen Eizellspende weiterging: der 2. Kryotransfer mit zwei frühen Blastozysten verlief leider auch negativ. Danach waren wir am ....... nochmals im Ausland und haben unsere letzten beiden Kryos abgeholt. Ich habe mich vorher nochmals untersuchen lassen und bei mir kam tatsächlich raus, dass ich immunologische Zusatzmedikamente nehmen soll. Eine Partner-Immunisierung ist ja bei einer Eizellspende wohl nicht so sinnvoll. Das Zusatzmedikament habe ich aufgrund einer zu starken Immunantwort gegen "körperfremde Substanzen" gespritzt. Das Ergebnis dieses 3. Versuches: positiv! Nun bin ich ab morgen schon in der 30. SSW und wir erwarten unser kleines Mädchen um den ...... herum! Die Schwangerschaft verlief einigermaßen gut, ich habe von Anfang an aufgrund meines Gerinnungsproblems Heparin gespritzt und ASS100 eingenommen.
Wir sind sehr froh, diesen Weg gegangen zu sein und freuen uns wahnsinnig
auf unsere kleine Tochter!!! "

Christine Büchl, Autorin dieser Website


„Oft erlebe ich, dass Frauen in der frühen Abschiedsphase vom Kinderwunsch davon ausgehen, dass sie die nächsten dreißig Jahre nicht darüber hinwegkommen werden und dass die Traurigkeit kein Ende nehmen wird. Diese Angst ist nach meiner Erfahrung fast immer unbegründet. Viele Paare entwickeln erstaunliche Kräfte, wenn die Energie, die bisher an den Kinderwunsch gebunden war und für die Behandlung eingesetzt wurde, wieder frei zur Verfügung steht.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website


Anonymes einstündiges Gespräch mit einer Eizellspenderin

am 17.4.2011 mit Christine Büchl, Dr. Annemarie Schweizer-Arau, Mitarbeiterin eines IVF-Zentrums und einer Eizellspenderin

„Ich habe zum ersten Mal im Radio von der Möglichkeit gehört, Eizellen zu spenden und jemanden damit zu helfen. Für mich war sofort klar, dass ich das machen werde. Wir haben selbst in der weiteren Familie Paare, die keine Kinder bekommen haben und ich weiß, was das bedeutet. Meine Mutter fand die Idee mit der Eizellspende auch sofort gut, mein Vater war zuerst skeptisch, ob ich danach auch noch eigene Kinder bekommen kann.
Ich bin im Moment in der 3. Stimulation und vertrage die Medikamente ganz gut. Nach der ersten Punktion hatte ich ein paar Tage Bauchweh, aber das ging dann auch vorüber. Jetzt bekomme ich eine andere Auslösespritze und habe kaum mehr Beschwerden (siehe Ablauf / so funktioniert es)
Manchmal würde es mich schon interessieren, ob aus meinen Spenden Kinder entstanden sind. Aber ich habe da keine Möglichkeit an Informationen heranzukommen.
Ich habe auch schon neun Monate oder später nach meinen Eizellspenden in Kinderwägen auf der Straße geschaut und mich gefragt, ob das nicht das Kind sein kann.
Meinen Freundinnen habe ich auch von der Eizellspende erzählt. Ich habe sie gefragt, ob sie nicht auch Spenderin werden wollen. Anfangs waren sie ganz angetan, aber als sie dann gehört haben, dass man sich dabei täglich spritzen muss, haben sie abgewunken. So bin ich also die Einzige.
Ich glaube, wenn ich einen Freund habe und in einer festen Beziehung lebe, höre ich mit dem Ganzen auf.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website