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Erfahrungsberichte, Meinnungen

„Wenn mir Frauen, die eine Eizellspende angenommen haben, nach Geburt ihr Kind vorstellen, sind sie ausnahmslos verliebt in dieses Kind. Bei Adoptiveltern erlebe ich das ähnlich. Es sind die „Richtigen“ zusammengekommen und die Frauen genießen den Zauber, die tiefe Bindung und die Anstrengung der ersten Lebensjahre.

Wie bei allen anderen Kinderwunschfrauen auch fällt nach Geburt das ganze emotional Belastende und Schwere der Kinderwunschjahre von ihnen ab.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website


„Wir sind heute eine Familie, wie jede andere auch. Wahrscheinlich sind wir das, was man als Patchworkfamilie bezeichnet.
Der Anfang war für mich ziemlich schwierig. Ich hab ziemlich lang gebraucht um einen Weg zu unserem Sohn zu finden. Er war am Anfang für mich ein Fremder. Allerdings weiß ich nicht, ob es an der Eizellspende lag, oder einfach daran, dass man endlich das langersehnte hat bzw. die Angst es wieder hergeben zu müssen.
An die Eizellspende denke ich heute nicht mehr. Maximilian ist mein Kind und wird es auch immer sein. Ich betrachte ihn daher auch nicht unter dem Gesichtspunkt der Spende.
Allerdings gab es schon Momente in denen ich überlegt hab, ob seine leibliche Mutter wohl so aussieht, weil er dem Papa nicht ähnlich sieht.
Von diesem kleinen Kerl kommt heute schon so viel zurück.
Heute weiß ich, das ein Mutterherz lieben kann, auch wenn es nicht das eigene ist.
Den Schritt der Spende hab ich niemals bereut. Ich empfinde einfach nur Dankbarkeit der Spenderin gegenüber.“

Sonia, 43, Jahre mit Maximilian 1 Jahr


„Für mich sind alle drei Optionen gleichwertig. Die unterschiedlichen Möglichkeiten passen zu unterschiedlichen Menschen.
Was erlebe ich in der Praxis? Was klappt für welche Paare und wie?
Auslandsadoption klappt so gut wie immer. Es ist der Weg für Paare mit großer humanitärer Zusatzmotivation. Etwa die Hälfte der adoptierten Kinder entwickelt sich nach anfänglicher Eingewöhnungszeit wirklich gut. Die andere Hälfte der im Ausland adoptierten Kinder hat sehr großen, langjährigen Therapiebedarf (Logopädie, Ergotherapie, Kinder- und Jugendtherapie etc ). Manches kann dabei nur gebessert und nicht geheilt werden.

Bei Inlandsadoption bleiben viele Paare erfolglos, da nicht genügend Kinder zur Adoption freigegeben werden. Selbst in Großstädten mit 1,5-2 Millionen Einwohnern sind es Schätzungen zufolge oft nur bis zu 5 Neugeborene pro Jahr die zur Adoption freigegeben werden. Das liegt daran, dass heutzutage die meisten Kinder zur Pflege und nicht zur Adoption freigegeben werden. Meine Erfahrung ist, dass die Paare mit einer spürbar sehr guten Paarbeziehung, Paare, bei denen der Mann einfühlsam und präsent ist, die selbstsicher das Kind aufklären wollen und die noch nicht zu alt sind, die besten Chancen haben.

Eizellspende ist erst im Kommen. Noch sprengt diese Art der Familiengründung die Vorstellungskraft vieler Paare. Wenn die Paare die hohe Schwangerschaftsrate hören, sind sie sehr interessiert. Die Illegalität der Eizellspende in Deutschland verunsichert aber viele Männer und Frauen."

 

Christine Büchl, Autorin dieser Website


„Ich bin der Spenderin enorm dankbar, dass sie mir ihre Eizellen gegeben hat. So eine Spende finde ich nicht selbstverständlich. Ich habe mit ihr so eine Art inneren Deal geschlossen: sie gibt mir ihre Gene und ich mache das Beste daraus – schon auch aus Wertschätzung ihr gegenüber. Die Spenderin weiß natürlich nichts von meinen Gedanken, da die Spende anonym war. Es ist mehr so meine Einstellung zu der ganzen Sache“ (siehe Spenderin / Respekt).

Klaudia, 40 Jahre