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Erfahrungsberichte, Meinnungen

„Früher habe ich bei Samenspende immer gesagt: Ich verstehe die Paare, die nicht aufklären und ich bewundere die Paare, die aufklären. Angesichts der rasanten gentechnischen Entwicklung glaube ich mittlerweile, dass die Aufklärung des Kindes nach Eizell- oder Samenspende die Regel sein muss. Alles andere wäre eine tickende Zeitbombe.
In der Praxis erlebe ich, dass bei dem Thema Eizellspende schon viele Frauen mit der Idee der Aufklärung zu mir in die Beratung kommen. Sie wollen ihrem potenziellen Kind auf keinen Fall mit einem Familiengeheimnis schaden. Und sie haben weniger Probleme, ihre Schwäche und ihr „Unvermögen“ bezüglich Zeugung und Empfängnis zuzugeben als Männer.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website


"Nach einigen gescheiterten IVF- Versuchen war für uns bald klar, dass eine Eizellspende die einzig wirklich erfolgversprechende Möglichkeit sein würde, ein eigenes Kind zu bekommen. Vieles sprach für uns dafür: man spart sich frustrierende und belastende Eingriffe; die Chance, mit einem gesunden Kind schwanger zu werden, rückt in einen realistischen Bereich und ist nicht einem Lottogewinn gleichzusetzen. (siehe Ablauf / wem hilft es?)

Elternsein heißt nicht, DNA-Spender sein - es ist eine vollkommen andere Dimension. Es geht nicht darum, dass das eigene Erbgut 1:1 übersetzt wird!! Wir haben uns gerne auf dieses Wagnis eingelassen. Wir haben ein wunderbares, gesundes Kind. Aufgrund der täglichen Verpflichtungen und Aufgaben und aufgrund all der schönen Erlebnisse rückt die Tatsache der Eizellspende vollkommen in den Hintergrund."

Sabine, 47, mit Kind 1 ¾ Jahre


„Ich bin der Spenderin enorm dankbar, dass sie mir ihre Eizellen gegeben hat. So eine Spende finde ich nicht selbstverständlich. Ich habe mit ihr so eine Art inneren Deal geschlossen: Sie gibt mir ihre Gene und ich mache das Beste daraus – schon auch aus Wertschätzung ihr gegenüber. Die Spenderin weiß natürlich nichts von meinen Gedanken, da die Spende anonym war. Es ist mehr so meine Einstellung zu der ganzen Sache“ (siehe Spenderin / Respekt).

Klaudia, 40 Jahre


„Ich weiß, dass die Entscheidung, Eizellspende zu machen, 100% richtig für mich war. Ich weiß nur nicht, ob es auch die richtige Entscheidung für die beiden war. Sie werden nie Zugang zu Informationen über ihre genetische Identität erhalten.“

Ursula, 39, kurz vor Geburt von Zwillingen nach Eizellspende


„Was? Das (siehe oben) soll ich gesagt haben? Kann ich mich gar nicht erinnern.“

Ursula, nunmehr 40, neun Monate später, Zwillinge acht Monate