"Leben spüren, Liebe geben"

Schwangerschaftsrate

Etwa jede zweite Frau wird nach einer Eizellspende schwanger. Die durchschnittliche Chance auf eine Schwangerschaft liegt laut den IVF-Zentren bei 50-60 % pro Embryonentransfer. Einzelne Zentren geben Raten von bis zu 70 % an. Unter Schwangerschaft versteht man dabei eine „sonografisch nachweisbare Schwangerschaft“, das heißt, am Ende der 5. Woche ist auf dem Ultraschall eine Fruchthülle zu sehen. Diese hohe Schwangerschaftsrate ist glaubwürdig, da auch eine junge IVF-Patientin mit eigenen Eizellen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50-60 % schwanger wird, wenn ihr zwei expandierte Blastozysten (Idealstadium Tag 5) transferiert werden können. Die Qualität und die ordnungsgemäße Reifeteilung der Eizellen ist der zentrale Faktor für den Eintritt einer Schwangerschaft. Nur so erklärt sich, warum z.B. eine 43-jährige Frau mit eigenen Eizellen mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 10 % schwanger wird (aber eine Abortrate von knapp 50 % hat), mit gespendeten Eizellen einer jungen Spenderin aber eine Schwangerschaftschance von 55-60 % hat. (siehe: Schwangerschaft/ genetische Chancen nutzen) Zentren mit einer Schwangerschaftsrate von 70 % dürften sich diese Zahl – wenn sie wirklich stimmt – wohl mit einer sehr hohe Mehrlingsrate „erkaufen“. Der „single embryo transfer“ wird in diesen IVF-Praxen nicht oder nur kaum propagiert.



„Persönlich bin ich jedes Mal sehr neugierig, wenn eine Frau zur Eizellspende ins Ausland fährt. Meine primäre Erwartungshaltung ist, dass sie zwei Wochen später einen positiven Schwangerschaftstest hat. Sie ist also eher schwanger, als dass sie nicht schwanger ist. Ich kann auf Grund meiner Erfahrung die hohen Schwangerschaftsraten bei Eizellspende bestätigen.“

Christine Büchl, Autorin dieser Website

 

Schwangerschaftsrate
55–67 %
Zwillinge *)**)
30 %
Drillinge **)
6 %
Abortrate
10-15 % (geschätzt)
*) eigene Angaben mehrerer spanischer und tschechischer IVF-Zentren
**) eigenes Patientenkollektiv Pränatal Medizin München 2005-2010
eigenes Patientenkollektiv Pränatal Medizin München 2005-2010: Zwillingsrate 31 %

 

Verlässliche Angaben über die Abortrate sind schwer zu erhalten. Den ausländischen IVF-Zentren fehlt oft die Rückmeldung über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft. Gynäkologen, die Schwangerschaften nach Eizellspende betreuen, meinen, dass die Abortrate niedrig sei. Sie vergleichen dabei ihre Erfahrungen mit den Zahlen des deutschen IVF-Registers (DIR). Letztere sind seit vielen Jahren gut dokumentiert und bewegen sich immer zwischen 21 und 22 % „Abgänge“ pro Schwangerschaft nach IVF / ICSI. mehr ...