"Leben spüren, Liebe geben"


Leibliche Mutter sein

Ein Kind aus einer Eizellspende wird durch die Schwangerschaft im wahrsten Sinne des Wortes zu einem leiblichen Kind. Es wächst neun Monate im Körper der Mutter heran, auch wenn es genetisch nicht ihr Kind ist. Wenn Kinderwunsch-Frauen nach Eizellspende erst einmal schwanger sind, ist es emotional keine Frage für sie, dass es ihr Kind ist und dass sie die Mutter sind. Die Frage, die sich viele Empfängerinnen vorher stellen „Werde ich das Kind vollkommen akzeptieren?“ ist ab Eintritt der Schwangerschaft fast immer gegenstandslos. Keine der Frauen scheint mehr zu zweifeln. (siehe Neuland/ was die Forschung sagt und Neuland / Verwandtschaft machen)




„Nachdem ich mich in die Thematik etwas eingelesen hatte, fand ich den Gedanken, auf diesem Weg doch noch meinem Wunsch, ein Kind von meinem Mann zu bekommen, einfach nur natürlich und logisch.
Während medikamentösen Vorbereitung und der Wartezeit auf den Transfer „unserer Eizellen“ wurde der Gedanke an eine „andere“ Frau immer mehr und dann völlig von positiven Gedanken an eine besondere / andere Art von Adoption oder eine andere Form von Patch-Work-Familie überdeckt. Ich bin der Spenderin einfach nur dankbar für unsere Chance.
Heute und jetzt bin ICH einfach nur noch glücklich, mit Zwillingen schwanger zu sein, und hoffe dass alles gut geht. Ich glaube nicht, dass ich noch mehr „Mutter“ sein kann als jetzt. Mein Blutkreislauf ernährt die beiden Leben in meinem Körper seit dem Tag des Transfers, sie wachsen in mir heran und ICH kann sie spüren und ICH werde hoffentlich die Kinder, die ich mir von meinem Mann gewünscht habe, gesund auf die Welt bringen.“

Klaudia, 40 Jahre

 

Diese so genannte „gespaltene Mutterschaft“ war noch vor 10-15 Jahren in Europa unvorstellbar. Aus den USA über Großbritannien bis hinüber auf den europäischen Kontinent – so ungefähr waren der Weg und die Akzeptanz, den diese besondere Art und Weise der Familiengründung nahm.

Rechtliche Lage in Deutschland

In der deutschen Gesetzgebung ist die Frau, die ein Kind gebärt, automatisch die Mutter. Im Gegensatz zur Vaterschaftsfeststellung, ggf. durch Klage, kann die Mutterschaft juristisch weder angefochten werden noch kann gegen den Willen der Mutter ein genetischer Test gemacht werden, weil es juristisch keine gespaltene Mutterschaft gibt.