"Leben spüren, Liebe geben"


Genetische Chancen nutzen

Chromosomen:
bestehen aus DNA, der Mensch hat 46 Chromosomen
DNA:
Trägerin der Erbinformation (Doppelhelix)
Gene:
Abschnitt auf der DNA, der Mensch hat ca. 25.000 Gene


Was kann eine gespendete Eizelle besser als meine eigene? Diese Frage stellen sich viele Frauen, die über diese Methode der Empfängnis nachdenken. Eizellspende (Befruchtung und Übertragung von Eizellen jüngerer Frauen) ist deswegen bei „älteren“ Frauen – z.B. bei 42-47 jährigen Frauen so erfolgreich, da ihre Fertilitätsprobleme nicht in der Einnistung, sondern in den stark zunehmenden genetischen d.h. chromosomalen Fehlverteilungen (Aneuploidie) der „älteren“ Eizellen liegen. Eine „junge“ Eizelle hat das Problem normalerweise nicht. (siehe Spenderin/ wie wird sie ausgewählt)

Jede Körperzelle des Menschen hat einen paarigen Chromosomensatz (insgesamt 23 Chromosomenpaare), auch die Eizelle. Im Moment der Befruchtung wird der Chromosomensatz der Eizelle auf 23 Einzelchromosomen reduziert und die überzähligen Chromosomen werden ausgeschleust.

Nur: Diesen Prozess einer intakten Reifeteilung schafft im Alter von 35 Jahren nur noch jede zweite Eizelle einer Frau, im Alter von Mitte vierzig fast keine Eizelle mehr. Monosomien oder Trisomien sind die Folge. Der Embryo wird fast nie – außer beispielsweise bei der Trisomie 21- zum Kind (siehe Ablauf / wem hilft es?).

Eizellen von Frauen werden bereits in ihrer eigenen Embryonalentwicklung – also im Leib ihrer eigenen Mutter – gebildet und beginnen von da erst zu reifen und dann zu altern.

„Wir Frauen von heute sind von der Evolution vergessen worden“ – so ähnlich empfinden betroffene Frauen diesen unaufhaltbaren Alterungsprozess. Egal wie körperlich fit Frauen heute mit Mitte vierzig sind, die Eizellen bleiben bei ihrem unerbittlichen, Jahrmillionen alten Programm.

Bei Spermien funktioniert die Reifeteilung auch im höheren Alter noch ganz gut, da sie im Hoden ständig neu gebildet werden und nach etwa 70-75 Tagen ihren Reifungs- und Teilungsprozess abgeschlossen haben und ggf. zur Ejakulation kommen.



„Hast Du schon gehört, die …… ist schwanger und das mit 48! Das war sicher eine Eizellspende. Und wieder wird sie nichts sagen. Wir werden uns also wieder verstärkt auf Anrufe von 42-48-jährigen Patientinnen einstellen müssen, die schwanger werden möchten. Es ist absolut unverantwortlich, was da von diesen Promis für ein Irrglauben erzeugt wird.“
So ähnlich kommentieren Mitarbeiterinnen von IVF-Zentren die Nachricht, wenn prominente Schauspielerinnen oder Sängerinnen mit Mitte vierzig und älter ihre Schwangerschaft bekannt geben und vielleicht sogar noch Zwillinge erwarten. mehr ...


Christine Büchl, Autorin dieser Website