""We'll cross that bridge when we get to it"

Was die Forschung sagt

Kinder reagieren überwiegend positiv, wenn sie darüber aufgeklärt werden, wie sie gezeugt wurden. Je früher diese Eröffnung geschieht, umso unkomplizierter gehen die Kinder damit um. Noch unbeantwortet bleibt in der psychologischen Forschung die Frage, was es für ein Kind bedeutet, wenn es um die Tatsache der Spende weiß, aber keinerlei Informationen zu seiner Spenderin recherchieren kann.
Jadva et al (2008) haben online 165 Nachkommen von Samen- und Eizellspende über ihre Gefühle zum Zeitpunkt der Eröffnung befragt. Rekrutiert wurden die 165 Kinder und Erwachsenen über das amerikanische DSR (Donor sibelling register). 58 % der Nachkommen wuchsen in heterosexuellen Familien auf, 42 % in gleichgeschlechtlichen oder single mother by choice Familien.


Die fünf wichtigsten Gefühle zum Zeitpunkt der Aufklärung

(Mehrfachnennungen möglich)

Aufgeklärt zwischen
4-11 Jahren
Aufgeklärt zwischen
12-18 Jahren
Aufgeklärt / Zufallsentdeckungen über 18 Jahren
Neugierig
71%
65%
81%
Verwirrt
37%
52%
50%
Geschockt
27%
58%
75%
Akzeptierend
31%
35%
33%
Erregt, bestürzt (upset)
16%
23%
29%

In der gleichen Studie wurden auch die aktuellen Gefühle – also einige Zeit nach der Aufklärung – abgefragt. Das Gefühl der Neugier war immer noch gleich hoch. Da wurden u.a. akzeptierend (46%), zufrieden (27%) und glücklich (23%) als Gefühle benannt. Ärger wurde von 10 % und Indifferenz von 24 % der Personen angegeben.
(siehe Neuland / wie aufklären?) mehr ...