"anders und doch bekannt"

 

So funktioniert Eizellspende für den Mann der Empfängerin

  1. Sein Sperma wird bereits z.B. beim Erstgespräch nach Vertragsunterzeichnung tiefgefroren. Diese Form lässt zu, dass das Paar bzw. der Mann nicht schon zum Punktionstag anreisen muss. Theoretisch muss er sogar zum Embryonentransfer nicht vor Ort sein. Psychologisch ist dies zwar nicht empfehlenswert, aber manchmal lassen es die äußeren Umstände nicht anders zu.
  2. Es wird frisches Sperma verwendet. Der Mann gibt am Punktionstag seinen Samen ab. Beide Partner machen einige Tage Urlaub vor Ort, bis die Frau zwei bis fünf Tage später den Embryo per Transfer empfängt.
  3. Die absolute Notfallvariante: Das in Deutschland konservierte Sperma wird durch ein spezialisiertes Transportunternehmen unter Einhaltung der europäischen Gewerberichtlinien vor Ort gebracht. Kostenpunkt: ca. 1.000 Euro: Die Frau, bzw. das Paar reisen später lediglich zum Transfer an.

Medizinische Untersuchungen im Vorfeld

Im Vorfeld der Behandlung sind folgende Untersuchungen und Befunde notwendig:

  • Aktuelle Infektionsparameter (Anti-HIV I 7 II; Anti HCV HBsAg und Anti-HBc) beim Mann nach EU Richtlinie
  • Hormonwerte der Frau
  • Aktuelles Spermiogramm (+ / - ein Jahr), damit eine Vorentscheidung für IVF bzw. ICSI fällt.
  • Sonstige wichtige Vorbefunde beider Partner
  • Blutwerte und Spermiogramme können entweder aus vorausgegangenen Behandlungen aus Deutschland mitgebracht werden oder (z. B. beim Erstgespräch) direkt vor Ort bestimmt werden. Was genau das ausländische IVF-Zentrum wünscht, wird dem Paar detailliert mitgeteilt.

Notwendig sind natürlich auch:

  • Verträge, Einverständniserklärungen etc.
  • Bögen, in dem die äußerlichen Merkmale, die Blutgruppen, usw. beider Partner erfasst werden, um eine möglichst ähnliche Spenderin zu finden.

So werden Spenderin und Empfängerin synchronisiert

Variante 1: Die Empfängerin erhält die Anweisung, z.B. auf 17. April zu synchronisieren (ungefähr erster Zyklustag der Spenderin). Dazu nimmt sie die Pille (dies kann man beliebig lange tun), hört am 14. April damit auf, hat drei Tage später die Abbruchblutung und damit am 17. April ihren Tag 1 des neuen Zyklus. Sie beginnt ab dann mit dem Östrogenpräparat, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen.

Variante 2: Die Empfängerin erhält, bei noch vorhandener eigener Eierstockfunktion, eine hormonelle Vorbehandlung, wodurch die Eierstöcke in eine Funktionsruhe versetzt werden. Ab einem vorgegebenen Tag nimmt sie 17 – 45 Tage lang das Östrogenpräparat zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bleibt damit immer empfängnisbereit. Irgendwann zwischen dem 17. – 45. Tag der Östrogenbehandlung hat die Spenderin dann ihre Punktion.

Natürlich gibt es je nach Praxis- oder Klinikphilosophie auch noch andere Varianten. Es handelt sich aber eigentlich immer um das gleiche Muster mit Abweichungen.

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