"anders und doch bekannt"

Verlauf der Eizellspendenbehandlung

„Die erste Zyklusphase ist wesentlich einfacher als bei anderen Methoden, ab Embryotransfer ist dann alles wie gehabt.“

So ungefähr beschreiben IVF- und ICSI erfahrene Frauen eine Eizellspende. Und tatsächlich stimmt das, denn eine Eizellempfängerin muss nicht bzw. nicht wieder durch die Stimulation und die Punktion unter Narkose. Diesen Part übernimmt die Spenderin.

Unkompliziert, obwohl im Ausland

Das ausländische IVF-Zentrum

Eizellspenden erfordern ein bis zwei Reisen in das ausländische IVF-Zentrum. Die Festlegung der medizinischen Strategie kommt vollständig aus der dortigen Fruchtbarkeitsklinik. Gestartet wird, wenn eine Spenderin gefunden wurde, bzw. der eigene, vorher medikamentös abgestimmte, Zyklus „freigegeben“ wurde.
Schließlich sind bei dieser Methode die Zyklen von zwei Frauen parallel perfekt aufeinander abzustimmen.
Die meisten Zentren haben keine oder kaum Wartezeiten, da die Zeiten von Engpässen der Vergangenheit angehören und mittlerweile genügend Frauen als Spenderinnen zur Verfügung stehen. Manchmal geben die Praxen vorsichtshalber eine Wartezeit von drei bis vier Monaten an, damit keine Enttäuschungen, sondern nur positive Überraschungen entstehen.

In der Zukunft wird es mehr und mehr sogar Eizellbanken geben, in denen Eizellen auf Vorrat konserviert (vitrifiziert) und in flüssigem Stickstoff gelagert sind. Diese können kinderlosen Paaren sofort zur Verfügung gestellt werden.



So funktioniert Eizellspende für die Empfängerin


In einem Zyklus, in dem die Spenderin frisch stimuliert wird und keine vorher eingelagerten Eizellen verwendet werden, läuft das für die Empfängerin wie folgt ab:

  1. Synchronisation der Zyklen von Spenderin und Empfängerin (verschiedene Varianten möglich). Dazu erhält die Empfängerin exakte Anweisungen aus dem IVF-Zentrum, welches die Eizellspende durchführt.
  2. Aufbau der Gebärmutterschleimhaut mit einem Östrogenpräparat in Tablettenform.
  3. Anruf, wenn der Punktionstag der Spenderin feststeht. Ist das Sperma des Mannes vor Ort konserviert, reicht die Anreise zum Embryonentransfer. Ist kein Samen tiefgefroren, muss zumindest der Mann für seine Spende am Punktionstag vor Ort in der Fruchtbarkeitsklinik sein.
  4. Mitteilung über die Anzahl der Eizellen und die Befruchtungsrate nach IVF / ICSI am Tag 1 nach Punktion der Spenderin.
  5. Embryonentransfer zwei bis fünf Tage nach Punktion der Spenderin.
  6. Nach dem Transfer wird die 2. Zyklushälfte der Empfängerin zusätzlich mit Progesteron (Vaginaltabletten) unterstützt. Manche Zentren geben Progesteron auch als Depotspritze.
  7. Der Schwangerschaftstest findet ca. 12 - 14 Tage später in Deutschland statt.

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